Was ist das?

Einführung in das Harnwegssystem

Tag für Tag setzt der menschliche Organismus verschiedene Abfallprodukte in das Blut frei, die aus seinem Abbaustoffwechsel (Katabolismus) stammen. Diese Prozesse sind unerlässlich, denn sie verhindern, dass sich die Abfallprodukte im Körper anreichern. An dieser Stelle tritt das Harnwegssystem in Aktion. Das in unserem Körper zirkulierende Blut wird durch die Nieren gefiltert, so dass die Abbauprodukte mit dem Urin ausgeschieden werden können. Ein Mensch produziert täglich zwischen 0,8 und 2 Litern Urin. Ausserdem können die Nieren gewisse Stoffe reabsorbieren und einlagern, die ein gesunder Organismus benötigt.

Can't load the image 2_Hyperpho_Image_1.jpg
 

 

Wer ist betroffen?

Die chronische Niereninsuffizienz betrifft rund 10% der Bevölkerung in unterschiedlichen Stadien.1 In Anbetracht der zahlreichen Begleiterkrankungen, insbesondere der Herz-Kreislauferkrankungen, darf diese Erkrankung also nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Chronische Niereninsuffizienz wird durch bestimmte Risikofaktoren begünstigt. Deshalb ist eine frühzeitige Erkennung wichtig:

  • Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung (Dislipidämie)
  • Fettleibigkeit
  • Stoffwechselsyndrom
  • Herz-Kreislauferkrankungen
 

 

Krankheitsverlauf und Versorgung

Die Therapie von Hyperphosphatämie beruht auf einer phosphatarmen Ernährung. Entbehrlicher Phosphor in Form von Natriumphosphat findet sich zum Beispiel in Fleischprodukten. Die Verringerung der Phosphatzufuhr hat jedoch ihre Grenzen; werden davon weniger als 1000 mg/Tag zugeführt, kann dies einen Eiweissmangel zur Folge haben.2

Es stehen jedoch bestimmte Arten von Therapien zur Verfügung, z.B. Chelatoren (Phosphatbinder), die sich an den Phosphor binden und dessen Absorption im Darm verringern. Es stehen folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Aluminiumhydroxid, Calciumsalze, calciumfreie Phosphatbinder.

Tafelfreuden auch bei Niereninsuffizienz

Tafelfreuden auch bei Niereninsuffizienz (auf Deutsch oder Italienisch)

Referenze:

  1. Martin PY, Chronische Niereninsuffizienz, PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2017;17(18):346–349
  2. Bock A, Das Kalzium-Phosphat-Problem des Niereninsuffizienten, Schweiz Med Forum 2012;12(20–21):406–409